Es gibt Begegnungen, die man nie vergisst.
Eine davon hatte ich vor einigen Jahren beim Joggen entlang der Küste von Hout Bay – einem wunderschönen Ortsteil von Kapstadt. Die Strecke dort ist traumhaft: Meer, Dünen, Felsen, Wind, und irgendwann lief ein älterer Mann in meinem Tempo neben mir. Wir kamen ins Gespräch. Und aus diesem zufälligen Moment wurde eine Freundschaft, die ich bis heute im Herzen trage.
Er hieß Leonard – ein Schotte, der in Kapstadt lebte. Er war damals schon über siebzig, aber nichts an ihm wirkte alt. Er war leicht, neugierig, wendig im Denken. Er erzählte mir, dass er begonnen hatte, isiXhosa zu lernen – eine komplexe südafrikanische Sprache mit Klicklauten, die man nicht einfach nebenbei aufschnappt.
Als ich fragte, warum er sich ausgerechnet diese Herausforderung ausgesucht hatte, sagte er:
„Wenn du Menschen wirklich verstehen willst, musst du lernen, wie sie denken – und das beginnt in ihrer Sprache.“
Da wurde mir klar: Sprachen halten jung, weil sie Verbindungen schaffen. Weil sie Respekt ausdrücken. Weil sie uns immer wieder lehren, offen zu bleiben.
Leonard erzählte mir später von einem buddhistischen Mönch, den er im isiXhosa unterrichtete – einem Mann, der Meditation in der Township Khayelitsha anbot und die Sprache lernen wollte, um nicht länger auf Übersetzer angewiesen zu sein. Beide lernten voneinander. Beide blieben in Bewegung – im Kopf und im Leben.
Was die Wissenschaft jetzt bestätigt
Im November 2025 veröffentlichte die Fachzeitschrift Nature Aging eine der größten Studien, die je zu Sprache und Alterungsprozessen durchgeführt wurde. Unter dem Titel
„Multilingualism protects against accelerated aging in cross-sectional and longitudinal analyses of 27 European countries“
wurden 86.149 Menschen im Alter von 51 bis 90 Jahren aus 27 europäischen Ländern untersucht.
Das Ergebnis ist deutlich:
Menschen, die mehrere Sprachen aktiv nutzen, altern langsamer. Sie bleiben kognitiv flexibler, sozial präsenter und emotional stabiler. Dieser Effekt bleibt bestehen, selbst wenn man andere Faktoren wie Gesundheit, Bildung oder Lebensstil herausrechnet.
Die Tagesschau fasste es klar zusammen:
„Mehrsprachigkeit schützt offenbar vor beschleunigtem Altern.“
Die Forschung erklärt diesen Effekt damit, dass Sprachenlernen das Gehirn auf einzigartige Weise fordert: Es zwingt uns, umzudenken, zu erinnern, zu sortieren, Perspektiven zu wechseln.
Kurz: Sprachen halten unser Denken wach und beweglich.
Und genau das verkörperte Leonard. Nicht, weil er jung wirken wollte, sondern weil er neugierig blieb – auf Menschen, auf Kulturen, auf die Welt.
Sprachen verbinden – und genau deshalb halten sie jung
Wenn wir eine Sprache lernen, öffnen wir uns für andere Lebenswelten. Wir hören zu. Wir entdecken Nuancen. Wir lernen, uns neu auszudrücken und neu zu denken.
Vielleicht ist das das eigentliche Geheimnis des Jungbleibens:
Interesse. Respekt. Offenheit.
Und genau das ist der Kern des Colibri-Erlebnisses.
Unsere Lehrer*innen unterrichten nicht nur Grammatik – sie teilen ihre Geschichten, ihre Kultur, ihre Perspektiven. Besonders in Südafrika spürt man diese Kraft:
• Heather vermittelt südafrikanisches Englisch mit Herz und Leichtigkeit.
• Gali nimmt ihre Schüler*innen mit in die Welt des Setswana.
• Beverly-Ann unterrichtet isiXhosa – genau jene Sprache, die Leonard lernte, um Menschen zusammenzubringen.
Bei Colibri ist Sprache immer auch Begegnung.
Und Begegnung hält uns jung.
Bereit, selbst jung zu bleiben – im Kopf und im Herzen?
Die neue Nature-Studie zeigt wissenschaftlich, was Leonard lebte:
Sprachenlernen ist aktives Jungbleiben.
Mit jeder neuen Sprache wächst nicht nur der Wortschatz – es wächst das Leben.
Buche deine kostenlose Probestunde bei Colibri:
https://www.colibri-teachers.com/search
Bleib offen.
Bleib neugierig.
Bleib jung.
Colibri – Learn and Explore! 🧡
About Antje Waldschmidt
Antje ist eine Globetrotterin, die es liebt, neue Orte und Kulturen zu entdecken. An Colibri reizt sie, die Möglichkeit ihre Sprachkenntnisse zu verbessern und gleichzeitig an schöne, inspirierende Orte zu reisen, ohne ihren Schreibtisch verlassen zu müssen. Außerdem ist es umweltfreundlicher und kosteneffizienter.
Als Diplom-Politologin der Universitäten Potsdam und Stellenbosch, Südafrika, lag Antjes Schwerpunkt lange Zeit auf dem Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit. Doch mit der Zeit haben sie der einseitige eurozentrische Lernansatz und die bürokratischen Hürden frustriert. Genau deshalb liebt sie die Art und Weise, wie Colibri den globalen Norden und Süden fair, transparent, nachhaltig und auf Augenhöhe miteinander verbindet.
Antje hat auch einen Journalismus-Abschluss und arbeitet als Autorin, Übersetzerin und in der Öffentlichkeitsarbeit.

