Wann erinnerst du dich zuletzt an eine Lehrerin oder einen Lehrer, der dir wirklich im Gedächtnis geblieben ist?
Wahrscheinlich nicht wegen einer besonders gelungenen Grammatikübung. Sondern weil dieser Mensch etwas in dir geweckt hat: Neugier, Selbstvertrauen, vielleicht sogar Lust auf eine ganz neue Welt.
Heute, am 5. Oktober, ist World Teachers’ Day. Für uns bei Colibri ein schöner Anlass, einmal nicht über Vokabeln, Grammatik oder die besten Lernmethoden zu sprechen, sondern über die Menschen, ohne die all das nicht funktionieren würde: unsere Lehrer:innen.
Lehrkräfte brauchen mehr als ein Dankeschön
Der World Teachers’ Day steht 2026 unter dem Motto „Standing with teachers: 60 years of protecting the profession, advancing its status and shaping our futures“. Anlass ist das 60-jährige Jubiläum der gemeinsamen Empfehlung von UNESCO und International Labour Organization (ILO) zum Status von Lehrkräften.
Und das Thema ist aktueller denn je. Die UNESCO geht davon aus, dass weltweit bis 2030 rund 44 Millionen zusätzliche Lehrkräfte im Primar- und Sekundarbereich benötigt werden. Gleichzeitig geht es darum, den Beruf attraktiver zu machen und diejenigen, die bereits unterrichten, besser zu unterstützen. Dazu gehören Wertschätzung und berufliche Autonomie ebenso wie angemessene Arbeitsbedingungen, eine tragbare Arbeitsbelastung und faire Bezahlung.
Für uns bei Colibri sind das keine abstrakten Themen...
Warum wir unsere Lehrer:innen persönlich auswählen
Colibri ist keine riesige Sprachplattform. Und wir möchten auch keine sein.
Wir wählen unsere Lehrer:innen persönlich aus und lernen sie kennen, bevor sie Teil unserer Plattform werden. Wer es auf unsere Plattform schafft, hat einen Bewerbungs- und Auswahlprozess durchlaufen und passt nicht nur fachlich, sondern auch menschlich zu unserer Idee vom Sprachenlernen.
Und danach soll der persönliche Kontakt nicht aufhören. Wir möchten unsere Lehrer:innen begleiten, ansprechbar bleiben und gleichzeitig auch unseren Schüler:innen eine persönliche Betreuung bieten.
Dazu gehört für uns auch eine faire Bezahlung. Natürlich hat qualitativ guter Sprachunterricht dadurch seinen Preis. Aber hinter einer Unterrichtsstunde steht ein Mensch mit Zeit, Wissen, Erfahrung und Vorbereitung und diese Arbeit sollte entsprechend wertgeschätzt werden.
Denn gute Lehrer:innen vermitteln nicht einfach Vokabeln und Grammatik. Sie geben einer Sprache ein Gesicht.
Von Valladolid über Sizilien bis Athen
Gerade wächst unsere Colibri-Welt ein kleines Stück weiter. Während viele unserer Lehrer:innen ursprünglich aus Afrika, Asien und Lateinamerika kamen, gehören inzwischen auch immer mehr Lehrer aus Europa zu unserer Community.
So z.B. Alfonso, er unterrichtet Spanisch aus Valladolid in Spanien und bringt seinen Schüler:innen das Spanisch näher, das dort tatsächlich gesprochen und gelebt wird.
Debora unterrichtet aus dem sonnenverwöhnten Sizilien. Sie liebt das Reisen und gestaltet ihren Italienischunterricht dynamisch, lebendig und mit viel Persönlichkeit.
Und Kalliopi – genannt Popy – unterrichtet aus Athen. Als Autorin bringt sie ihre Liebe zur griechischen Sprache und kreativem Schreiben mit in ihren Unterricht und zeigt damit noch einmal auf ganz eigene Weise, wie viel mehr Sprache sein kann als Grammatik.
Drei Menschen, drei Orte und drei ganz unterschiedliche Arten, Sprache lebendig werden zu lassen.
Sprache beginnt mit Menschen
Genau das ist bis heute die Idee hinter Colibri: Wir möchten Sprache nicht von ihrem Kontext trennen. Wer eine Sprache lernt, darf auch etwas über die Menschen, den Alltag und die Orte erfahren, an denen sie gesprochen wird.
Deshalb möchten wir den heutigen World Teachers’ Day vor allem nutzen, um DANKE zu sagen.
An Alfonso, Debora und Popy... und an all unsere anderen Colibri-Lehrer:innen rund um die Welt.
Danke für eure Geduld, eure Ideen, eure Geschichten, eure unterschiedlichen Stimmen und Akzente. Und dafür, dass ihr aus einer Online-Sprachstunde manchmal eine kleine Reise in einen anderen Teil der Welt macht.
Happy World Teachers’ Day!
About Antje Waldschmidt
Antje ist eine Globetrotterin, die es liebt, neue Orte und Kulturen zu entdecken. An Colibri reizt sie, die Möglichkeit ihre Sprachkenntnisse zu verbessern und gleichzeitig an schöne, inspirierende Orte zu reisen, ohne ihren Schreibtisch verlassen zu müssen. Außerdem ist es umweltfreundlicher und kosteneffizienter.
Als Diplom-Politologin der Universitäten Potsdam und Stellenbosch, Südafrika, lag Antjes Schwerpunkt lange Zeit auf dem Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit. Doch mit der Zeit haben sie der einseitige eurozentrische Lernansatz und die bürokratischen Hürden frustriert. Genau deshalb liebt sie die Art und Weise, wie Colibri den globalen Norden und Süden fair, transparent, nachhaltig und auf Augenhöhe miteinander verbindet.
Antje hat auch einen Journalismus-Abschluss und arbeitet als Autorin, Übersetzerin und in der Öffentlichkeitsarbeit.

